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ReinigungskonzepteDeutschland
Vergleich

Reinigungsroboter oder Reinigungskraft?

Die Frage ist nicht, ob der Roboter besser putzt. Die Frage ist, welche Stunden Sie nachts noch besetzt bekommen und was sie kosten. Hier die Rechnung ohne Schönfärberei.

MerkmalReinigungskraftReinigungsroboter
Leistung auf Hartboden550 m²/h mit geführter Scheuersaugmaschine700–1.000 m²/h, im Spot-Modus bis 3.000 m²/h
3.000 m² täglich5,5 h je Nacht, 120 h im Monat0,75 h Betreuung je Nacht, 16,5 h im Monat
Kosten je Stunde24 € Vollkosten (15,00 € Tarif + 30 % nachts + Nebenkosten)
Kosten im Monat≈ 2.880 €448 € Rate + 90 € Betrieb + 396 € Betreuung ≈ 934 €
Bleibt im Monat≈ 1.950 € ohne Förderung, ≈ 2.190 € mit Digi-Z
AusfallKrankheit, Kündigung, Nachtzuschlag, FluktuationErsatzgerät innerhalb 1–3 Werktagen, Fernwartung
QualitätSchwankt mit Tagesform und ZeitdruckJede Nacht gleich, mit Bericht
Was nur der Mensch kannSanitär, Glas, Ecken, Grundreinigung, EntscheidungenFläche, Kanten, Spot-Reinigung, Nachweis
Sinnvoll abjeder Fläche≈ 1.500 m² täglich gereinigtem Hartboden
Unser Fazit

Der Roboter ersetzt keine Reinigungskraft, er ersetzt ihre Fläche. Die Stunden wandern in die Arbeit, für die heute niemand Zeit hat – oder in eine Nachtschicht, die Sie nicht mehr besetzen müssen. Unter 1.500 m² lohnt er sich nicht, das sagen wir vor dem Termin.

Die Rechnung, Zeile für Zeile

3.000 m² Hartboden bei 550 m²/h sind 5,5 Stunden je Nacht. An 22 Reinigungstagen 120 Stunden, zu 24 € Vollkosten 2.880 € im Monat. Der Roboter braucht 0,75 Stunden Betreuung je Lauf: Tank prüfen, Kanten, Bericht ansehen. Das sind 16,5 Stunden im Monat, 396 €. Dazu 448 € Darlehensrate (23.750 € inklusive Einführung, 5 %, 60 Monate) und 90 € Betrieb für Wasser, Strom, Verschleiß und Service. Summe 934 €. Differenz 1.946 € im Monat, 23.352 € im Jahr.

Mit Digitalisierungszuschuss Sachsen (50 % in Leipzig, Landkreis Leipzig, Nordsachsen) sinkt die Rate auf rund 208 €, es bleiben rund 2.190 € im Monat.

Warum die Rechnung unter 1.500 m² kippt

Bei 1.200 m² sind es 2,2 Stunden Handarbeit je Nacht, 1.150 € im Monat. Rate, Betrieb und Betreuung bleiben aber bei rund 900 €. Es bleiben 250 € – dafür lohnt sich keine Einführung. Bei 1.500 m² bleiben rund 500 €, ab 2.000 m² wird es deutlich. Deshalb fragen wir zuerst nach der Fläche.

Was die Tabelle nicht zeigt

Die Nachtschicht, die Sie nicht mehr besetzen müssen, weil Sie sie ohnehin nicht besetzt bekommen. Der Bericht, der die Diskussion mit dem Auftraggeber beendet. Die Kante, die seit Jahren nicht sauber war. Und die Reinigungskraft, die morgens Zeit für Sanitär und Glas hat, statt fünf Stunden Fläche zu schieben.

NS
Geschrieben von
Nico Schimko · Beratung und Vertrieb · Robotik und KI

Berät Gebäudereiniger, Handel und Industrie in Leipzig und Mitteldeutschland zur Reinigungsautomatisierung: Objektanalyse, Teststellung, Förderantrag. Jede Zahl auf dieser Seite stammt aus Teststellungen, Datenblättern der Hersteller oder den genannten Quellen.

Fachlich geprüft am 6. September 2026
Häufige Fragen
Verliert meine Reinigungskraft ihren Job?+

In den meisten Objekten nicht. Die Stunden wandern in Arbeit, die heute liegen bleibt. Wo die Nachtschicht nicht besetzt werden kann, ersetzt der Roboter eine offene Stelle, keine Person.

Was ist mit Teppich?+

Teppich reinigen die Roboter trocken (Office-Reihe, Vac). Die Rechnung oben gilt für Hartboden; für Teppich rechnen wir separat mit 400 m²/h Handarbeit.

Wer haftet, wenn der Roboter etwas beschädigt?+

Die Betriebshaftpflicht des Betreibers, wie bei jeder Maschine. Unser Onboarding-Paket enthält Betriebsanweisung und Gefährdungsbeurteilung, die Versicherer sehen wollen.