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ReinigungskonzepteDeutschland
Technik erklärt

So arbeitet ein Reinigungsroboter. Jeder Prozess, Schritt für Schritt.

Wer einen Roboter kauft, sollte verstehen, was er nachts tut. Wir erklären die zehn Arbeitsschritte – von der ersten Kartierung bis zum Bericht am Morgen – mit den Originalgrafiken der Hersteller, in Bewegung, und mit den Zahlen aus den Datenblättern. Ohne Marketingsprache.

0
Marker, Bänder oder QR-Codes
–75 %
Einrichtungszeit gegenüber Marker-Systemen (Herstellerangabe)
1 Tag
typische Einrichtung inkl. Zonen und Zeitplan
1Kartierung

Woher weiß die Maschine, wo sie ist?

Der Roboter vermisst Ihr Objekt, bevor er den ersten Meter reinigt.

Bei der Einrichtung fährt ein Techniker das Gerät einmal durch alle Bereiche, die später gereinigt werden sollen. Dabei arbeiten zwei Systeme gleichzeitig: Ein LiDAR-Sensor tastet die Umgebung mit Laserimpulsen ab und misst Entfernungen auf den Zentimeter. Kameras erfassen parallel visuelle Merkmale – Regalkanten, Säulen, Türrahmen, Bodenmuster. Aus beidem entsteht eine Karte, die der Roboter dauerhaft speichert.

Dieses Verfahren heißt VSLAM+ (Visual Simultaneous Localization and Mapping). Der entscheidende Unterschied zu älteren Systemen: Es braucht keine Magnetbänder im Boden, keine QR-Codes an der Decke und keine Reflektoren an den Wänden. Wird ein Regal umgeräumt, erkennt das Gerät die Abweichung und aktualisiert die Karte selbst.

In der Karte werden anschließend Reinigungszonen, Sperrbereiche und Zeitpläne definiert – zum Beispiel: Verkaufsfläche täglich ab 22 Uhr, Kassenzone nur dienstags, Lagerbereich nie.

Was das für Ihr Objekt heißt

Sie müssen nichts an Ihrem Gebäude verändern. Kein Bohren, kein Kleben, kein Umbau – und wenn Sie das Layout ändern, ändert sich die Karte mit.

Geräte mit dieser Stufe:Scrub OneScrub 40Scrub 50
10
Erkennungskomponenten beim Scrub 40: LiDAR, 2× Stereovision, 4 Linienlaser, 3 Ultraschall
360°
Rundum-Erfassung
IEC 63327
Sicherheitsnorm für autonome Reinigungsmaschinen
2Wahrnehmung

Was passiert, wenn nachts jemand im Weg steht?

Zehn Sensoren sehen mehr als ein Mensch mit einer Taschenlampe.

Während der Fahrt erfasst der Roboter seine Umgebung permanent mit mehreren Sensortypen, die sich gegenseitig absichern. Der LiDAR erkennt Hindernisse auf Bodenhöhe bis in mehrere Meter Entfernung. Duale Stereokameras liefern ein räumliches Bild und erkennen Objekte, die ein Laser übersieht – etwa Glaswände oder hängende Kabel. Linienlaser tasten den Boden direkt vor dem Gerät ab und erkennen Stufen und Absätze. Ultraschallsensoren decken den Nahbereich ab, in dem Kameras blind sind.

Alle Signale werden in Echtzeit zu einem Umgebungsmodell verrechnet. Erkennt das System eine Person, bremst der Roboter ab, hält Abstand oder weicht aus – je nachdem, wie viel Platz die Karte an dieser Stelle hergibt. Erkennt es eine Absturzkante, bleibt es stehen. Das Verfahren ist nach IEC 63327 geprüft, dem Sicherheitsstandard für autonome Bodenreinigungsmaschinen.

Was das für Ihr Objekt heißt

Der Roboter kann nachts allein fahren, während Ihr Sicherheitsdienst, Regalauffüller oder die Frühschicht im Gebäude sind. Er weicht aus, statt anzustoßen.

Geräte mit dieser Stufe:Scrub 40Sweep MaxOffice 30
700–1.000 m²/h
praktische Reinigungsleistung Scrub One auf freier Fläche
0,2–1,2 m/s
Geschwindigkeit, je nach Umgebung
20
Roboter je Flottensystem (Flottensteuerung)
3Routenplanung

Fährt er einfach kreuz und quer?

Aus Karte und Zeitplan wird eine Route – jede Nacht neu berechnet.

Vor jedem Einsatz berechnet der Roboter aus Karte, Reinigungszonen und aktuellem Umgebungsbild eine Route. Große Flächen werden in parallelen Bahnen mit definierter Überlappung abgefahren, damit keine Streifen bleiben. Kanten und Regalfronten werden separat entlanggefahren. Engstellen, die die Karte kennt, werden mit reduzierter Geschwindigkeit angefahren.

Ist ein Bereich blockiert – eine Palette steht im Gang, eine Tür ist geschlossen –, umfährt der Roboter ihn und kehrt später zurück. Was am Ende nicht erreichbar war, steht im Bericht. Bei mehreren Geräten im selben Objekt koordiniert ein Flottensystem die Routen, damit sich die Maschinen nicht gegenseitig blockieren.

Die Reinigungsleistung hängt direkt von dieser Planung ab: Ein Gerät mit 55 cm Arbeitsbreite schafft auf freier Fläche 700 bis 1.000 m² pro Stunde, in verwinkelten Bereichen deutlich weniger.

Was das für Ihr Objekt heißt

Sie legen einmal fest, was wann gereinigt wird. Den Rest plant die Maschine – und meldet, was sie nicht erreichen konnte.

Geräte mit dieser Stufe:Scrub 40Scrub OneCompact
Echtzeit
KI-Bilderkennung während der Fahrt
3
Erkennungsstufen: Fleck, Reinheitsgrad, Bodentyp (Scrub One)
27 kg
Bürstenanpressdruck beim Spot für hartnäckige Flecken
4Fleckenerkennung

Reinigt er nur nach Plan oder auch nach Bedarf?

Kaffee, Soße, Pfütze: Der Roboter sieht den Fleck, bevor jemand ihn meldet.

Neben der geplanten Route reagieren moderne Geräte auf das, was sie während der Fahrt sehen. Eine nach vorn gerichtete KI-Kamera klassifiziert den Boden in Echtzeit: sauber, staubig, nass, verschmutzt. Erkennt sie einen Nassfleck, wird die Route sofort angepasst – der Roboter fährt den Fleck an, reinigt ihn mit erhöhter Intensität und setzt danach die Route fort.

Dasselbe System erkennt den Bodentyp. Auf glattem Vinyl fährt das Gerät mit weniger Wasser und Anpressdruck als auf rauem Beton oder Fliesen mit Fugen. Bei hartnäckigen Verschmutzungen erhöht es Bürstendrehzahl und Wasserzufuhr automatisch.

Das ist der Unterschied zwischen einem Gerät, das Fläche abfährt, und einem, das reinigt: Es passt sich an, statt überall dasselbe zu tun.

Was das für Ihr Objekt heißt

Ein Fleck am Abend ist am Morgen weg – ohne dass jemand ihn gesehen, gemeldet und beauftragt hat.

Geräte mit dieser Stufe:Scrub OneSpotSweep Max
400 mm
Bürstenbreite Scrub 40
25 kg
Anpressdruck Scrub 50 (Tellerbürste)
15 / 30 l
Frischwassertank Scrub One / Scrub 50
5Kehren & Schrubben

Wie sauber wird es wirklich?

Drei Bürsten, ein Durchgang: Erst grob, dann nass, dann Kante.

Das Herz der Maschine ist das Bürstensystem. Seitenbesen kehren losen Schmutz von Kanten und aus Ecken in die Bahn des Geräts. Eine Walzenbürste nimmt groben Schmutz auf und befördert ihn in den Auffangbehälter. Dahinter arbeitet die Schrubbeinheit: Teller- oder Walzenbürsten mit Frischwasser und bei Bedarf Reinigungsmittel lösen den anhaftenden Schmutz vom Boden.

Entscheidend sind drei Größen: die Arbeitsbreite (wie viel Boden pro Bahn), der Anpressdruck (wie viel Kraft auf den Boden wirkt) und die Drehzahl. Ein Scrub 40 arbeitet mit 400 mm Bürstenbreite und trennt Trocken- und Nassreinigung im selben Durchgang. Ein Scrub 50 bringt 25 kg Anpressdruck auf eine 460-mm-Tellerbürste – vergleichbar mit einer handgeführten Scheuersaugmaschine.

Der Frischwassertank bestimmt, wie lange das Gerät ohne Nachfüllen arbeitet: 15 Liter beim Scrub One reichen für rund 1.500 m², 30 Liter beim Scrub 50 für deutlich mehr.

Was das für Ihr Objekt heißt

Die Maschine leistet, was eine handgeführte Scheuersaugmaschine leistet – nur jede Nacht, in gleichbleibender Qualität, ohne dass jemand sie schiebt.

Geräte mit dieser Stufe:Scrub 40Scrub 50Scrub 75
20.000 Pa
Saugleistung Spot (Haushaltsstaubsauger: 2.000–3.000 Pa)
0 mm
Kantenabstand beim Scrub 50 mit Seitenbürste
80 %
weniger Frischwasser mit Wasserrecycling (Herstellerangabe)
6Saugen & Trocknen

Bleibt der Boden nass?

Der Boden ist trocken, bevor der Roboter weg ist.

Direkt hinter den Schrubbbürsten sitzt der Saugfuß: eine Gummilippe, die das Schmutzwasser vom Boden abzieht, und ein Saugmotor, der es in den Schmutzwassertank befördert. Frisch- und Schmutzwasser sind strikt getrennt – es wird nie mit gebrauchtem Wasser gereinigt.

Die Saugleistung entscheidet, ob der Boden hinter dem Gerät trocken oder feucht ist. Bei Geräten für Verkaufsflächen ist das ein Sicherheitsthema: Ein feuchter Boden im Baumarkt um 7 Uhr ist eine Rutschgefahr und braucht Warnschilder. Ein Saugmotor mit 20.000 Pa, wie ihn der Spot verwendet, zieht auch Wasser aus Fugen.

Auf Teppich und Hartboden gleichzeitig arbeiten Kombigeräte wie der Vac: Sie erkennen den Untergrund und schalten zwischen Saugen und Kehren um, ohne dass Komponenten gewechselt werden müssen.

Was das für Ihr Objekt heißt

Kein Warnschild, keine Rutschgefahr, keine nasse Kassenzone bei Ladenöffnung.

Geräte mit dieser Stufe:Scrub 40SpotVac
65 cm
minimale Durchgangsbreite Scrub 40
35 cm
Bauhöhe Office 20
70 cm
minimale Pfadbreite Scrub One
7Engstellen

Kommt er überall hin?

65 cm reichen. Kassenzone, Regalgasse, Umkleide.

Die Gerätebreite bestimmt, welche Bereiche der Roboter überhaupt erreicht. Ein Scrub 40 ist 55 cm breit und braucht 65 cm Durchgang – damit passt er durch fast jede Kassenzone und zwischen Standard-Regalreihen. Ein Scrub 75 mit 750 mm Arbeitsbreite braucht 1,4 Meter und ist für Hallen und Parkhäuser gebaut, nicht für Läden.

Der zweite Faktor ist die Wendigkeit: der minimale Wenderadius und die Fähigkeit, rückwärts aus einer Sackgasse zu fahren. Der dritte ist die Bauhöhe – flache Geräte wie der Office 20 mit 35 cm reinigen unter Bänken, Tischen und Regalböden, wo kein Mensch mit einer Maschine hinkommt.

Was das Gerät nicht erreicht, bleibt Handarbeit. Deshalb rechnen wir vor dem Angebot mit Ihrem Grundriss, nicht mit der Bruttofläche.

Was das für Ihr Objekt heißt

Wir sagen Ihnen vor dem Kauf, welchen Anteil Ihrer Fläche das Gerät tatsächlich abdeckt – und welches Gerät zu Ihrem Grundriss passt.

Geräte mit dieser Stufe:Scrub 40Office 20Scrub One
1.
rückseitige KI-Kamera in einem Reinigungsroboter (Scrub One, Herstellerangabe)
Echtzeit
Bewertung des Reinigungsergebnisses
automatisch
Nachreinigung und Selbstreinigung bei erkannten Problemen
8Selbstkontrolle

Wer kontrolliert die Maschine?

Eine Kamera nach hinten prüft, ob der Boden wirklich sauber ist.

Die neueste Gerätegeneration kontrolliert ihr eigenes Ergebnis. Eine rückwärts gerichtete KI-Kamera bewertet den gereinigten Streifen: Sind Schlieren geblieben? Wurde ein Fleck nicht entfernt? Dann markiert das System die Stelle und fährt sie erneut an.

Dieselbe Kamera überwacht die Reinigungskomponenten. Ist die Bürste verschlissen, der Saugfuß beschädigt oder der Filter zugesetzt, erkennt das Gerät die verminderte Leistung, bevor sie sich auf die Fläche auswirkt – und meldet es, statt Schmutz zu verteilen.

Parallel überwacht die Elektronik Tankfüllstände, Akkuzustand und Motorströme. Alles wird im Bericht protokolliert.

Was das für Ihr Objekt heißt

Sie bekommen keine Maschine, die abfährt und hofft. Sie bekommen eine, die prüft – und Ihnen sagt, wenn etwas nicht stimmt.

Geräte mit dieser Stufe:Scrub OneSpot
5 / 9 h
Laufzeit Scrub One Schrubben / Wischen
12 h + 2 h
Laufzeit und Schnellladung Cargo 600
3
Anschlüsse einer Workstation: Strom, Frischwasser, Abwasser
9Docking

Wer füllt nachts Wasser nach?

Laden, Frischwasser tanken, Schmutzwasser ablassen – ohne Hände.

Am Ende der Route – oder wenn Tank oder Akku es erfordern – fährt der Roboter zur Station. Eine reine Ladestation lädt den Akku; eine Workstation übernimmt zusätzlich Frischwasser und Schmutzwasser über Festwasseranschluss. Damit läuft ein Gerät mehrere Zyklen hintereinander, ohne dass jemand eingreift.

Die Laufzeit pro Ladung liegt je nach Gerät und Modus zwischen 3 und 9 Stunden; die Ladezeit bei 2 bis 3 Stunden. Für ein Objekt, das jede Nacht 6 Stunden gereinigt wird, reicht ein Zyklus. Für 24-Stunden-Betrieb in Logistikhallen sind Schnellladung und Wechselakku ausgelegt.

Ohne Workstation übernimmt Ihr Team das Tanken – ein Handgriff von zwei Minuten am Morgen. Was sinnvoller ist, entscheidet die Objektanalyse.

Was das für Ihr Objekt heißt

Der Roboter versorgt sich selbst. Ihr Team sieht ihn morgens nur, wenn es will.

Geräte mit dieser Stufe:Office 30CompactScrub One
m², h, l
Fläche, Dauer, Wasser je Einsatz
Karte
nicht erreichte Bereiche mit Position
App / E-Mail / API
Ausgabewege
10Reporting

Was bekomme ich morgens auf den Tisch?

Jeder Einsatz wird protokolliert: Fläche, Dauer, Wasser, Lücken.

Nach jedem Einsatz erzeugt das Gerät einen Bericht: gereinigte Fläche in Quadratmetern, Dauer, Wasserverbrauch, Anzahl der erkannten und gereinigten Flecken, nicht erreichbare Bereiche mit Position auf der Karte. Der Bericht geht per App oder E-Mail an die Objektleitung.

Für Gebäudereiniger ist das ein Vertriebsargument: Der Nachweis gegenüber dem Auftraggeber liegt automatisch vor – ohne Stundenzettel, ohne Diskussion. Für Betreiber ist es die Grundlage, den Roboter über mehrere Objekte zu vergleichen und Reinigungspläne zu optimieren.

Über eine Schnittstelle lassen sich die Daten in bestehende Systeme übernehmen – Facility-Management-Software, ERP oder ein einfaches Dashboard.

Was das für Ihr Objekt heißt

Sie wissen jeden Morgen, was gereinigt wurde – und können es Ihrem Kunden zeigen.

Geräte mit dieser Stufe:Scrub OneSpotScrub 40
Und in Ihrem Objekt?

Welche dieser zehn Stufen bei Ihnen greifen, hängt von Boden, Grundriss und Reinigungsplan ab. Wir rechnen das vor – kostenlos.