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ReinigungskonzepteDeutschland

Wann rechnet sich ein Reinigungsroboter?

Ab 1.500 m² täglich trägt er sich, unter 500 m² nie. Die Rechnung, die Amortisationszeit und die Fallen.

Von Nico Schimko · geprüft am 06.09.2026

Geräte, die das übernehmen

Die Rechnung

Auf der Kostenseite steht die heutige Reinigung: Fläche geteilt durch die Flächenleistung einer handgeführten Maschine (500 bis 600 m²/h im Scheuersaugbetrieb), mal Vollkosten einer Reinigungskraft. Die Vollkosten liegen 2026 bei rund 24 € je Stunde: Tariflohn Lohngruppe 1 von 15,00 €, Arbeitgeberanteile, Urlaub, Ausfall, Verwaltung. Nachts kommen 30 % Zuschlag dazu.

Auf der Roboterseite steht die Rate oder Abschreibung, die laufenden Kosten und die Betreuungszeit: Tank füllen, Bürsten prüfen, Bericht lesen, etwa 45 Minuten am Tag. Die Differenz ist die Ersparnis.

Ein Beispiel

3.000 m² Verkaufsfläche täglich: Heute 5,5 Stunden Maschinenarbeit, 2.880 € im Monat. Mit Roboter: 448 € Rate, 90 € Betrieb, 0,75 Stunden Betreuung am Tag. Ersparnis rund 1.950 € im Monat, 23.000 € im Jahr. Die Amortisation eines Kaufs zu 23.750 € liegt damit bei etwa 13 Monaten.

Anbieter nennen Amortisationszeiten von 12 bis 30 Monaten; unabhängige Quellen sprechen von ein bis drei Jahren. Bei 4 Stunden Roboterarbeit am Tag werden am Markt 2.000 bis 2.200 € monatliche Ersparnis genannt. Alle Zahlen liegen im gleichen Korridor.

Die Rentabilitätsschwelle

Unter 1.000 m² täglicher Reinigungsfläche wird es eng, unter 500 m² lohnt es sich nie. Unsere Grenze für eine Empfehlung liegt bei 1.500 m² am Tag. Was die Rechnung kippt: stark überstellte Räume, häufig umgestellte Bestuhlung, lose Kabel, viele Türen und Etagen, Flächen, die der Roboter nur zu 60 % erreicht.

Ein Praxistest im Lebensmittelhandel zeigte 465 m² pro Stunde bei vier Stunden Laufzeit und 108 % Abdeckung der Verkaufsfläche – die Gänge werden mehrfach befahren. In der Weihnachtszeit sank die Leistung durch Kundenfrequenz um ein Drittel.

Was der Roboter nicht ersetzt

Ecken, Kanten, Sanitärräume, Treppen, Möbel, Detailarbeit. Die Reinigungskraft bleibt, sie macht andere Arbeit. Bei 3.000 m² werden knapp fünf Stunden Flächenfahrt am Tag frei – und das ist die Arbeit, die niemand gern macht und für die niemand mehr zu finden ist.

Was ein Roboter übernimmt

Die Flächenreinigung in konstanter Qualität, ohne Nachtzuschlag, ohne Ausfall, mit Bericht als Nachweis. Ob sich das für ein bestimmtes Objekt trägt, klärt eine zehntägige Teststellung mit echten Zahlen – nicht ein Prospekt.

NS
Geschrieben von
Nico Schimko · Beratung und Vertrieb · Robotik und KI

Berät Gebäudereiniger, Handel und Industrie in Leipzig und Mitteldeutschland zur Reinigungsautomatisierung: Objektanalyse, Teststellung, Förderantrag. Jede Zahl auf dieser Seite stammt aus Teststellungen, Datenblättern der Hersteller oder den genannten Quellen.

Fachlich geprüft am 6. September 2026
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